Pumpen & Technik · Veröffentlicht am 27. September 2026

Wer eine Regentonne hat, will das Wasser irgendwann auch nutzen – und der Hahn am unteren Ende liefert zwar eine Gießkanne voll, aber keine ausreichende Fördermenge für einen Gartenschlauch oder eine Bewässerungsanlage. Eine Regentonnenpumpe löst das Problem: Sie holt das Wasser aus der Tonne und liefert genug Druck für Schlauch, Sprinkler oder Tropfsystem.

Die drei Pumpentypen für die Regentonne

1. Akkupumpe

Die praktischste Lösung für die meisten Gärten. Eine kleine Tauchpumpe, die mit einem Akku läuft – kein Kabel, kein Strom nötig.

Wie sie funktioniert: Die Pumpe wird direkt in die Tonne gehängt, der Akku sitzt außen oder am Gerät. Per Schalter oder Anschluss an einen Schlauch startet die Pumpe und liefert Wasser.

Vorteile:

  • völlig kabelfrei, flexibel einsetzbar
  • einfach zu bedienen
  • gut für kleine und mittlere Gärten

Nachteile:

  • Akku muss regelmäßig aufgeladen werden
  • Förderhöhe und -menge geringer als bei Netzpumpen
  • Akku verliert mit der Zeit Kapazität

Preis: ca. 30–80 Euro, abhängig von Marke und Akkuleistung

Typische Fördermengen: 400–800 Liter pro Stunde, das reicht für einen normalen Gartenschlauch.


2. Strombetriebene Tauchpumpe

Leistungsstärker als die Akkuvariante, braucht aber eine Steckdose in der Nähe.

Wie sie funktioniert: Die Pumpe hängt in der Tonne, ein Kabel führt zur Steckdose. Mit dem richtigen Stecker lässt sie sich auch an einer Zeitschaltuhr betreiben, etwa für automatische Bewässerung.

Vorteile:

  • mehr Druck und Fördermenge als Akku
  • läuft dauerhaft, solange Wasser da ist
  • gut kombinierbar mit Zeitschaltuhr

Nachteile:

  • braucht Steckdose oder Verlängerungskabel
  • bei einer Regentonne am Fallrohr ist Strom nicht immer verfügbar

Preis: ca. 25–60 Euro für einfache Modelle


3. Solarpumpe

Läuft komplett ohne Strom und Akku, nur mit Sonnenenergie.

Wie sie funktioniert: Ein kleines Solarpanel treibt die Pumpe direkt an. Läuft nur, wenn die Sonne scheint.

Vorteile:

  • keine Stromkosten, kein Aufladen
  • ideal für abgelegene Stellen im Garten

Nachteile:

  • geringe Leistung (nur für kleine Mengen geeignet)
  • läuft nicht bei bewölktem Himmel
  • nicht geeignet für größere Gärten oder Bewässerungsanlagen

Preis: ca. 20–50 Euro


Welche Pumpe passt zu dir?

Situation Empfehlung
Kleiner Garten, Gießkanne und Schlauch Akkupumpe
Steckdose in der Nähe, regelmäßige Bewässerung Strombetriebene Tauchpumpe
Abgelegener Garten, wenig Bedarf Solarpumpe
Zisterne mit viel Volumen Gartenpumpe oder Hauswasserwerk (siehe unten)

Worauf du beim Kauf achten solltest

Fördermenge (l/h): Wie viel Wasser liefert die Pumpe pro Stunde? Für einen einfachen Gartenschlauch reichen 400–600 l/h. Für Rasensprenger oder größere Flächen brauchst du mehr.

Förderhöhe (m): Wie hoch kann die Pumpe das Wasser drücken? Für eine ebenerdige Regentonne spielt das eine kleinere Rolle, relevant wird es erst, wenn das Wasser bergauf oder durch lange Schläuche muss.

Maximale Eintauchtiefe: Wie tief kann die Pumpe in die Tonne eingetaucht werden? Bei einer normalen Regentonne reichen 80–100 cm.

Schlauchgröße: Schau, welchen Schlauch- oder Schlauchadapter die Pumpe hat. Standard ist oft 3/4 Zoll, aber es gibt Unterschiede – ein falscher Anschluss ist ärgerlich.

Was ist mit einer Zisterne?

Für eine Zisterne sind die oben genannten Regentonnenpumpen meist zu schwach. Hier braucht man eine leistungsfähigere Tauchpumpe oder ein Hauswasserwerk, das außen neben der Zisterne steht und deutlich mehr Druck liefert. Wer auch Rasensprenger oder automatische Bewässerung anschließen will, ist mit einem Hauswasserwerk am besten beraten.

Fazit

Für eine einfache Regentonne im Garten ist eine Akkupumpe die praktischste Wahl: keine Kabel, einfache Handhabung, gut für Schlauch und Gießkanne. Wer eine Steckdose in der Nähe hat und regelmäßig gießt, fährt mit einer strombetriebenen Tauchpumpe oft besser – mehr Leistung für weniger Geld.

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